Informationen zum Kirchgeld

Neben der allgemeinen Kirchensteuer, die über das Finanzamt eingezogen wird, gibt es in Bayern zwei Formen des Kirchgeldes.

Das allgemeine Kirchgeld

Wer neu nach Bayern zieht, wundert sich vielleicht, dass er hier etwas weniger Kirchensteuer zahlen muss als in anderen Bundesländern (8 % statt 9 % der Lohn- bzw. Einkommenssteuer).
 
Es ist eine bayrische Besonderheit, dass das „fehlende" eine Prozent der Kirchensteuer als sogenanntes Kirchgeld der jeweiligen Ortsgemeinde direkt zugute kommen soll.
Deshalb werden Sie einmal im Jahr im sogenannten Kirchgeldbrief gebeten, mit dieser direkten Kirchensteuer Ihre Ortskirchengemeinde, in der Sie mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, zu unterstützen.
Diesen Brief erhalten Sie in unseren Gemeinden jeweils im Herbst - zusammen mit dem Gemeindebrief oder per Post. Im Gemeindebrief finden Sie auch immer aktuelle Hinweise, wo in unseren Gemeinden der finanzielle "Schuh am meisten drückt".
Wir danken Ihnen sehr für Kirchensteuer und Kirchgeld, ohne die wir unsere vielfältige Arbeit nicht aufrecht erhalten könnten.
 
 

Wie hoch ist das allgemeine Kirchgeld im Jahr?

 Jährliche Einkünfte (brutto) Kirchgeld in Euro
 0 –          8.820
 0
 8.821 –    9.999
 5
 10.000 – 24.999
 10 - 20
25.000 – 39.999
 25 - 40
 40.000 – 54.999
 45 - 65
 55.000 – 69.999
 70 - 95
 70.000 und mehr
 100
 
 Nach der Vorlage der Landessynode, des Parlaments unserer Evang.- Luth. Kirche in Bayern, haben die Kirchenvorstände in der oberen Rhön folgende Staffelung beschlossen, nach der Sie sich einstufen können
(Aktuell steuerfreier Grundbetrag
im Jahr 2018:  € 8.820,-
)

Wenn Sie von sich aus mehr bezahlen wollen, sind wir Ihnen umso dankbarer.
Kirchgeld ist steuerlich absetzbar. Selbstverständlich wird Ihr Kirchgeld (wie gemeinnützige Spenden) vom Finanzamt als steuerlich absetzbar anerkannt. Als Quittung genügt (bis Euro 100) Ihr Einzahlungsbeleg oder der Kontoauszug. Selbstverständlich stellen wir bei höheren Beiträgen gerne eine Zuwendungsbescheinigung aus. Wir danken Ihnen im voraus sehr für Ihre Hilfe.
 
 

Das besondere Kirchgeld

Neben dem allgemeinen Kirchgeld, das in Bayern seit über 70 Jahren erhoben wird, gibt es noch das besondere Kirchgeld.
Das besondere Kirchgeld wird von allen Evangelisch-Lutherischen Landeskirchen in Deutschland erhoben, von den meisten schon seit vielen Jahren, in Bayern seit 2004.  Der Hintergrund für die Erhebung des besonderen Kirchgeldes ist die Auffassung, dass sich jedes Kirchenmitglied nach seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten an der Finanzierung der kirchlichen Arbeit beteiligt.
Das besondere Kirchgeld berücksichtigt gegebenenfalls die durch die Ehe gesteigerte wirtschaftliche Leistungskraft des kirchenangehörigen Partners, der am gemeinsamen Einkommen teilhat. Das besondere Kirchgeld ist vom Bundesverfassungsgericht wiederholt als sachgerecht und verfassungsgemäß bestätigt worden.
Das besondere Kirchgeld wird von evangelischen Mitgliedern der Landeskirche erhoben, die in einer glaubensverschiedenen Ehe leben, also in einer Ehe, bei der nur ein Ehepartner einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört.
 

Ausführliche und grundsätzliche Infos über die Finanzen unserer Kirche gibt es hier und für den Bereich der EKD hier - und über die Verwendung der Mittel hier.

Eine Sevice-Hotline und Ansprechpartner zum Thema Kirchgeld finden Sie hier.