Freiluftgottesdienst an Christi Himmelfahrt

"Nicht zu fassen Gott!"

Sieben christliche „Tempel“ entstanden vor dem inneren Augen der zahlreichen Besucher, die sich zu Himmelfahrt auf der „Pfingstwiese“ oberhalb Sondheim/Rhön versammelt hatten. Natürlich waren bei bestem Maiwetter zwischen den mächtigen Eichen keine Bauwerke aus Stein zu sehen. Sondern es wurden sieben kirchliche Projekte vorgestellt, über die man zufrieden und stolz sein kann. Projekte, hinter denen viel Zeit, Aufwand und Mühe steckt und die inzwischen jedes für sich eine Erfolgsgeschichte haben...

Vorgestellt wurden unter anderem der Bibelgarten in Sondheim, der ökumenische Weltgebetstag, die Tansania-Partnerschaft des evangelischen Dekanates oder die „Konfiflotte“ der Superintendentur Bad Salzungen. Zu jedem der Projekte berichteten Mitwirkende aus eigener Erfahrung mit viel Begeisterung. So wie im Predigttext aus dem Alten Testament der König Salomo vermutlich vor dem neu erbauten prächtigen Tempel stand: begeistert, staunend und zunächst sicher auch stolz auf das Menschenwerk. Doch, so Pfarrer Alfred Spekker aus Frankenheim in der Predigt, hatte Salomo beim Anblick dieses Tempels sogleich auch die Erkenntnis, dass kein menschliches Werk die Größe Gottes fassen könne.

„Nicht zu fassen – Gott!“ war daher auch als Motto für den Gottesdienst gewählt worden. Daher, so Spekker weiter, hätten die Christen von Jesus bei der Himmelfahrt den Auftrag bekommen, in aller Welt für Gott zu wirken und „geistliche Tempel“ zu bauen. Und vielleicht ist es ja gerade die Vielfalt der christlichen Projekte weltweit, die dem christlichen Gottesbild entspricht.

So wünschte dann Religionspädagoge Stefan Wurth am Ausgang des Gottesdienstes allen die Sehnsucht, immer neu von Gott erfasst zu werden, statt selbst Gott fassen zu wollen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst in bewährter Weise vom Posaunenchor Oberwaldbehrungen. Und auch für das leibliche Wohl war im Anschluss wieder Bestens gesorgt.

(Text: Stefan Wurth)