Open Air Gottesdienst auf der Pfingstwiese

Hören Sie genau hin, es könnte heute ein Stück Himmel für Sie dabei sein,
sagte Pfarrerin Christel Kupfer in der Begrüßung beim Waldgottesdienst an Christi Himmelfahrt. „lassen wir uns also heute von Himmeln ansprechen!“ Gut fünfhundert Besucher aus den evangelischen Gemeinden von Unterweid, Birx, Frankenheim, Fladungen, Stetten, Sondheim, Willmars und Ostheim, Nordheim, Urspringen und Oberwaldbehrungen hatten sich von den unwägbaren Wetterprognosen nicht abhalten lassen und waren zu dem schönen Platz am Waldrand gekommen... Durch die neu installierten 10 Holzbohlenbänke, die ein ortsansässiger, holzverarbeitender Betrieb gespendet hatte, fanden alle auch gut Platz. Belohnt wurden sie dann, bei sonnigem Frühlingswetter, mit einem ansprechenden Gottesdienst, begleitet vom Posaunenchor Oberwaldbehrungen.

Sieben frisch konfirmierte Jugendliche hatten sich im Vorfeld gemeinsam mit Pfarrerin Kupfer und Religionspädagoge Stefan Wurth Gedanken zum Thema „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ (Psalm 19,2) gemacht und verliehen sieben Aspekten von Himmeln ihre Stimmen: Dazu kam immer ein Jugendlicher zum Holzaltar, vor dem als Himmelssymbol ein blaues Tuch gehalten wurde.


Der „Himmel der Einfachheit“ erzählte, Gott sei einfach da und die Menschen seine geliebten Kinder! Vom Teilen sprach der „Himmel der Gerechtigkeit“ anhand der Geschichte von den fünf Broten und zwei Fischen. Wo geteilt würde, sei dieser Himmel da.Der dritte Himmel nannte sich Vollkommenheit, die etwas anderes meine, als Perfektion. Wie die Liebe etwa, die auch nicht Perfektes einschließen und gelten lassen könne.
Ewigkeit thematisierte der vierte Himmel. Ewigkeit sei die Nähe und die Liebe Gottes, von der nichts trennen könne, auch nicht der Tod. Die fünfte Stimme gehörte dem „Himmel der Zuverlässigkeit“. Es sei himmlisch, wenn man einen Freund habe, auf den man sich verlassen könne. Dies gelte sowohl unter Menschen als auch in Bezug auf Gott. Weiter ging es mit der „Wahrhaftigkeit“ Es sei himmlisch, wenn man wüsste, wie man dran sei. So wie Jesus gesagt habe: Euer Ja sei ein Ja und euer Nein sei ein Nein! Der siebte Himmel schließlich nannte sich Himmel der Süßigkeit. Damit seien jedoch keine Plätzchen oder Schleckereien gemeint, sondern das „süße“ Angebot und Geschenk des liebenden Gottes an die Menschen mit der Geburt des Jesuskindes.

Jesus habe seine irdische Verkündigung mit der Botschaft begonnen: „tut Buße, denn das Königreich der Himmel ist nahe herbeigekommen“ und in seinem irdischen Wirken die Himmel auf Erden oder – anders gesagt – die Nähe Gottes zu den Menschen bezeugt. So sei Jesus auch nicht in irgendwelche entlegenen Himmel, sondern in die „nahe herbeigekommenen Himmel“ aufgefahren. Sozusagen in unsere irdische Nachbarschaft Gottes.

Vor und nach den Predigtstimmen übernahmen die Pfarrer Biesold, Englert, Spekker und Hoffmann Gebete, Lesung und Segen.

 

Zum Schluss des Gottesdienstes lud Pfarrerin Kupfer dazu ein noch beieinander zu bleiben und sich die kulinarischen Angebote, die die Sondheimer Kirchengemeinde vorbereitet hatte, schmecken zu lassen. Viele Stimmen waren beim gemütlichen Zusammensein anschließend zu hören, die sich beindruckt zeigten von dem Engagement und der Authentizität der Texte der beteiligten Jugendlichen.

Am Ende hatte auch das Wetter mitgespielt und erst weit über Mittag hinaus die himmlischen Schleusen mit Blitz und Donner, Starkregen und Hagelgeöffnet.

 

 

 Anfahrtsbeschreibung (zum Vergrößern klicken!)