FAQs zur Kirchenvorstandswahl

Die Tätigkeit im Kirchenvorstand
ist eine der wichtigsten ehrenamtlichen Aufgaben in der evangelischen Landeskirche:

Was ist der Kirchenvorstand?

Der Kirchenvorstand (KV) ist das Leitungsgremium der Kirchengemeinde.

Der KV entscheidet über die Inhalte der Gemeindearbeit und vertritt die Kirchengemeinde nach außen.
Im KV fallen Entscheidungen zu Personalfragen wie etwa der Besetzung einer Pfarrstelle oder der Besetzung anderer hauptamtlicher Stellen.

Alle baurechtlichen Fragen wie die Sanierung oder der Neubau der kirchlichen Immobilien werden behandelt.
Außerdem legt der KV auch die inhaltliche Ausrichtung des Gemeindelebens fest, sagt zum Beispiel, ob besonders viel in der Jugendarbeit oder bei der Kirchenmusik oder mit Senioren gearbeitet werden soll.
Er entscheidet natürlich, wofür das Geld der Kirchengemeinde verwendet werden soll.
Aus den Mitgliedern des Kirchenvorstandes werden zudem Mitglieder in die übergeordneten Kirchenparlamente wie die Dekanatssynode, und in die Landessynode, die halbjährlich tagt, geschickt.

Von Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern wird meist erwartet, dass sie sich aktiv in der Gemeinde engagieren. Oft übernehmen die Mitglieder im Gottesdienst Lesungen oder helfen mit beim Abendmahl. Andere engagieren sich beim Kindergottesdienst, in der Jugendarbeit, halten Kontakt zur politischen Gemeinde, kümmern sich um Gruppen und Kreise oder gemeinsame Aktionen und Feste.

Wer kann Kirchenvorsteher werden?

Für das Amt der Kirchenvorsteherin, des Kirchenvorstehers können sich Frauen und Männer ab 18 Jahren bewerben. Der Kirchenvorstand besteht - in unseren Gemeinden in der oberen Rhön aus sechs Mitgliedern und dem Pfarrer bzw. der Pfarrerin. Eine Wahlperiode dauert sechs Jahre.

Wie arbeitet der Kirchenvorstand?

Bei uns treffen sich die Kirchenvorstände in der Regel einmal im Monat zu einer Sitzung, bei der alle relevanten Punkte besprochen werden.
Diese Sitzungen dauern je nach Tagesordnung in der Regel etwa zwei bis drei Stunden. 
Für besondere Themen und Bereiche im Gemeindeleben werden sogenannte Ausschüsse gebildet.
Der Kindergarten-Ausschuss kümmert sich dann beispielsweise um die Belange der Gemeindekindergärten usw.
Den rechtlichen Rahmen für die Arbeit im Kirchenvorstand regelt die Kirchengemeindeordnung (KGO).

Wer darf den Kirchenvorstand wählen?

Wählen dürfen alle Kirchenmitglieder ab 16 Jahren - und Jugendliche, die schon konfirmiert sind, und das 14. Lebensjahr abgeschlossen haben.
Alle Wahlberechtigten erhalten ihre Wahlunterlagen per Post. Damit können sie entweder per Briefwahl wählen oder ihre Stimme im Wahllokal abgeben.